Die Stadt Recklinghausen begeht den Tag der Deutschen Einheit am Samstag, 3. Oktober, gemeinsam mit ihrer thüringischen Partnerstadt Schmalkalden.
Die Städtepartnerschaft zwischen Recklinghausen und Schmalkalden steht seit vielen Jahren für das Zusammenwachsen von Ost und West und ist bis heute ein lebendiges Symbol der deutschen Einheit. Traditionell richten beide Städte die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit im jährlichen Wechsel aus. In diesem Jahr ist Recklinghausen Gastgeber für eine Delegation aus Schmalkalden.
„Unsere Städtepartnerschaft mit Schmalkalden ist weit mehr als eine freundschaftliche Verbindung zwischen zwei Kommunen. Sie ist ein gelebtes Zeichen der Deutschen Einheit und zeigt, wie aus der historischen Wiedervereinigung echte Begegnungen, gegenseitiges Vertrauen und langjährige Freundschaften entstehen können. Gerade in einer Zeit, in der Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit sind, ist es wichtig, diese Verbindung zu pflegen und gemeinsam den Tag der Deutschen Einheit zu feiern“, sagt Bürgermeister Axel Tschersich.
Die Feierlichkeiten beginnen um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Propsteikirche St. Peter. Im Anschluss findet um 11.15 Uhr die Kranzniederlegung am Denkmal „Unteilbares Deutschland“ statt. Das Denkmal war ursprünglich als Mahnmal konzipiert. Es wurde 1960 auf dem Kirchplatz von St. Peter eingeweiht und ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den die Stadt Recklinghausen im Jahr 1959 ausgerufen hatte. Der Siegerentwurf stammt von Heinz Ridder, der als Vorsitzender des Vestischen Künstlerbundes engagiert war und 1986 verstarb. Das Denkmal besteht aus einem Betonguss-Sockel und zwei großen aufragenden Betonblöcken, die für Ost- und Westdeutschland stehen und ursprünglich mit Stacheldraht verbunden waren. Nach der Wiedervereinigung wurde dieser durch eine Eisenstange als verbindendes Element ersetzt.
Den Abschluss des Programms zum Tag der Deutschen Einheit bildet um 12 Uhr ein Festakt im Willy-Brandt-Haus. Im Mittelpunkt steht eine moderierte Gesprächsrunde zum Thema „Demokratie und Kirche von 1930 bis 2030“. Es diskutieren die Bürgermeister Axel Tschersich (Recklinghausen) und Thomas Kaminski (Schmalkalden) gemeinsam mit Dekan Ralf Gebauer (Evangelische Kirche Schmalkalden), Superintendentin Saskia Karpenstein (Evangelischer Kirchenkreis Recklinghausen) sowie Propst Karl-Hermann Kemper (Katholische Kirche Recklinghausen).
Die Veranstaltung verbindet das Gedenken an die Wiedervereinigung Deutschlands mit dem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Die langjährige Partnerschaft zwischen Recklinghausen und Schmalkalden macht dabei deutlich, dass die Deutsche Einheit nicht nur ein historisches Ereignis ist, sondern bis heute durch persönliche Begegnungen und den Austausch zwischen den Menschen mit Leben gefüllt wird.
Interessierte Bürger*innen sind herzlich eingeladen, am ökumenischen Gottesdienst, der Kranzniederlegung sowie der anschließenden Gesprächsrunde im Willy-Brandt-Haus teilzunehmen.
Programm am Samstag, 3. Oktober:
- 10 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der Propsteikirche St. Peter
- 11.15 Uhr: Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Kirchplatz
- 12 Uhr: Festakt im Willy-Brandt-Haus mit der Gesprächsrunde „Demokratie und Kirche von 1930 bis 2030“