Dragos-Mihai Marin ist keiner von denen, die „schon immer Gastro“ gemacht haben. Anfang 2025, frisch zurück aus dem Architekturpraktikum, trifft er einen Vermieter – und aus dem Gespräch wird ein Plan.
Der 27-Jährige zieht in Hochlar ins traditionsreiche „Zum Weißen Haus“ ein. Der Name bleibt – aber bekommt ein neues Kapitel: „La Casa Albă“, rumänisch für „das weiße Haus“. Seine Eltern sind seit Jahren selbstständig, wissen, wie man Gäste abholt und einen Laden am Laufen hält.
„Gastfreundschaft lernt man nicht nur in der Gastro – sie beginnt mit Respekt.“ Genau dieses Gefühl soll einziehen. Klassiker mit Wucht und Wärme: Sarmale – Krautrouladen, herzhafte, langsam gekochte Gemütlichkeit. Mici/Mititei vom Grill, saftig, kräftig ge würzt, mit einem Hauch Rauch. Dazu Mămăligă, Maispolenta, weich und mild, erdend. Suppen sind hier kein „Vorspeisengeplänkel“, sondern ein warmer Reset. Natürlich gab’s Zweifel, aber: Bisher gab es keine rumänische Adresse. Nicht nur wirtschaftlich spannend – sondern auch kulturell. Bald, hofft er, gehört sein weißes Haus einfach dazu: Tür auf, Platz nehmen, rumänische Heimat auf dem Teller – und ein gutes Gefühl beim Rausgehen.